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Stiftung Irene
1982 gründeten Helen und Werner Blohm, selbst Eltern eines autistischen Kindes, in Hamburg die gemeinnützige Stiftung Irene, um sich im besonderen Maße für das Wohl von Menschen mit Autismus einzusetzen. Wichtigstes Ziel war der Aufbau eines Wohnheimes. Denn wie viele andere betroffene Eltern in den 1980er Jahren fanden auch die Stifter für ihr schwer autistisch behindertes, erwachsenes Kind keine Aufnahme in den bestehenden Einrichtungen der Behindertenhilfe.
Ein gutes Jahr später eröffnete die Stiftung Irene als Träger den Weidenhof in Seerau bei Hitzacker. Es war das erste Wohnheim in Deutschland nur für erwachsene autistische Menschen.
Im Weidenhof haben derzeit 35 erwachsene Menschen ein Zuhause gefunden, die einer immerwährenden Betreuung bedürfen und einen beschützenden Lebensort außerhalb des Elternhauses benötigen. Die Wohngruppen des Weidenhofs sind überschaubar und berechenbar. Wichtig sind auch die pädagogisch und therapeutisch qualifizierten Mitarbeiter, die die Bewohner in ihrem Alltag begleiten. Typische autistische Verhaltensweisen wie Stereotypien werden toleriert, so sie das Gruppenleben nicht wesentlich beeinträchtigen. Aggressionen gegen Personen und Sachen, Selbstverletzung und zwanghafte Verhaltensweisen müssen aber unter konsequenter pädagogischer Führung aufgefangen und eingedämmt werden.
Die über 25jährige Erfahrung des Weidenhofs zeigt, dass die autistischen Menschen ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln und im Laufe der Zeit Beziehungen untereinander entstehen können.
Alle Bewohner des Weidenhofs sind nicht in der Lage, in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)zu arbeiten. Daher gibt es eigene therapeutische Werkstätten in den Bereichen Gärtnerei, Tischlerei, Töpferei, Weberei, Kleinkunst oder Hauswirtschaft. Die Arbeit hilft bei der Strukturierung des Tages und gibt Sicherheit. Bei Unwohlsein oder in einer Krise können die Bewohner während der Arbeitszeit in ihren Wohnbereich zurückkehren. Ein pädagogischer Mitarbeiter ist hier ständig anwesend.
Die Mitarbeiter sehen die Bewohner als Erwachsene mit ihren eigenen, teilweise ganz besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auch zur Gestaltung der arbeitsfreien Zeit ist Hilfestellung nötig. Künstlerische und sportliche Aktivitäten oder Ausflüge in die Umgebung oder kulturellen Veranstaltungen stehen dann auf dem Programm.
Das Hauptarbeitsgebiet der Stiftung Irene ist der Betrieb des Weidenhofs. Sie fördert darüber hinaus entsprechen der Satzung auch Studien zum Thema Autismus und unterstützt andere Einrichtungen und Menschen mit Autismus bei ihren Aktivitäten.
Die Stiftung Irene unterstützt die Kasseler Ausstellung mit einer großzügigen Spende für die Rahmungen der Bilder.
Weidenhof
An der Wolfsschlucht 1
29456 Hitzacker
Stiftung Irene
Heimweg 10
Postfach 300146
20301 Hamburg
www.weidenhof-autismus.de
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